DSDS-Finale erzielt Traumqoute
Ein fassungsloser Gewinner und ein am Boden zerstörter Zweiter: Mehrzad Marashi ist der Sieger der siebten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Menowin Fröhlich muss sich mit dem zweiten Platz begnügen. Bei den TV-Quoten war RTL mit dem Finale von DSDS ebenfalls Sieger.
Die Final-Show von DSDS um 20.15 Uhr sahen sich 7,58 Millionen Zuschauer an. Im Vergleich zum Finale 2009 bedeutet das einen Zuwachs von immerhin 1,5 Millionen Menschen. Noch deutlicher war das Ergebnis in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Hier saßen 4,72 Millionen vor dem Fernseher, was einem Marktanteil von satten 39,2 Prozent entspricht. In der Gesamtzielgruppe stieg der Marktanteil verglichen zum Vorjahr allerdings nur von 23,0 auf 24,4 Prozent. Das lag vor allem an der Konkurrenz auf den anderen Sendern. Allein die Geburtstagsshow der ARD um 20.30 Uhr generierte 6,58 Millionen Zuschauer und bescherte dem Ersten damit einen Marktanteil von 21,8 Prozent. Dem Tagessieg von RTL bei der Quote tat das allerdings keinen Abbruch. Mit der Entscheidungsshow um 23.30 Uhr konnten die Kölner den Wert zudem nahezu halten. Insgesamt sahen sich 7,07 Millionen Zuschauer die Entscheidung an, in der werberelevanten Zielgruppe waren es 4,56 Millionen. Der Marktanteil betrug damit zu später Stunde 38,6 bzw. 50,6 Prozent.
Punkt Mitternacht bekamen die Zuschauer dann das Ergebnis der siebten Staffel von DSDS präsentiert. Hatte sich im Laufe des Abends Menowin Fröhlich bereits als geheimer Favorit bei den Zuschauern im Studio herauskristallisiert, war das Ergebnis vor allem für ihn ernüchternd: Mit 56,4 Prozent aller Anrufe wählten die Zuschauer seinen Konkurrenten Mehrzad Marashi zum neuen Superstar 2010. Der konnte sein Glück selbst in der anschließenden Aftershowparty noch nicht fassen, während Menowin Fröhlich am Boden zerstört war. Der 22-Jährige stellte sich die Frage, ob er wirklich so schlecht gewesen sei. Chef-Juror Dieter Bohlen gab zu bedenken, dass die Negativschlagzeilen in der Boulevardpresse für dieses Ergebnis verantwortlich sein könnten. In den vergangenen Wochen war in diversen Blättern immer wieder über Menowin Fröhlichs angeblichen Lebenswandel berichtet worden. Anders das Bild bei Mehrzad Marashi. Der 29-Jährige gilt eher als ruhiger Kumpeltyp und hatte seiner Freundin in der letzten Mottoshow vor laufenden Kameras einen Heiratsantrag gemacht. Doch auch hier hatten verschiedene Medien schnell die Vermutung geäußert, es handele sich um einen reinen PR-Gag.
Allein die nächsten Wochen werden zeigen, wer der eigentliche Sieger ist. Der zweitplatzierte Menowin Fröhlich wird sicherlich nicht in der Versenkung verschwinden, sondern ebenfalls entsprechend vermarktet werden. Und es wäre nicht das erste Mal, dass der Zweite einer Talentshow in Sachen Erfolg am Sieger vorbeizieht.