| Loveparade-Tragödie löst Betroffenheit im Internet aus |
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| Sonntag, den 25. Juli 2010 um 17:32 Uhr | |||
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Wenige Minuten nach dem Unglück sprach sich die Nachricht in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer herum. Weltweit hat die Tragödie tiefe Betroffenheit ausgelöst. Über eine Million Raver und Technoanhänger waren am Samstag, dem 24. Juli 2010 zur Loveparade nach Duisburg gekommen. Im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 sollte es eine ganz besondere Loveparade werden. Am Nachmittag wurde aus dem Event eine Tragödie. Ein Tunnel galt als einziger Zugangspunkt zu dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs. Um kurz nach 17 Uhr stauten sich die Menschenmenschen vor, in und hinter dem Tunnel. Es gab kein Vor und kein Zurück mehr. Als einige Raver den Ausweg über eine Nottreppe suchen kommt es zur Katastrophe: Menschen stürzen mehrere Meter tief auf die Menschenmassen im Tunnel, werden buchstäblich zu Tode getrampelt. Die erschreckende Bilanz: 19 Tote, über 300 Verletzte, viele Schwerverletzte. Viele Opfer mussten an Ort und Stelle reanimiert werden. Rettungskräfte berichteten, es habe ein so großes Gedränge geherrscht, dass sogar im Stehen reanimiert werden musste. Trotz eines Großaufgebots an Rettungswagen, Hubschraubern und Polizeiwagen bekommt der größte Teil der feiernden Menge vor den Bühnen nichts von der Katastrophe mit. Die Veranstalter lassen die Loveparade noch sechs Stunden weiterlaufen, weil sie eine erneute Panik verhindern möchten. Bereits wenige Minuten nach dem Unglück macht die Nachricht über Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke die Runde. Schon im Vorfeld gab es in Netzwerken Nachrichten über den überfüllten Tunnel und das Gedränge drumherum. Nach der Katastrophe herrscht tiefe Betroffenheit, Suchmeldungen werden über die sozialen Netzwerke abgesetzt und weitergeleitet. Im Internet tauchen erste Fotos und Videos auf, von denen einige anschließend wieder vom Netz genommen werden. Und immer wieder wird die Frage diskutiert, wie es überhaupt zu der Tragödie kommen konnte. Der Tunnel als einziger Zugangspunkt zum Gelände der Loveparade stand bereits Tage vorher bei vielen Usern in der Kritik. Viele hatten die Katastrophe kommen sehen. Nun beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit der Tragödie von Duisburg. Der Veranstalter der Loveparade hat auf einer Pressekonferenz erklärt, dass es keine weitere Loveparade mehr geben werde. Am Tag nach dem Unglück kommen Menschen zur Unglücksstelle, legen Kränze nieder und zünden Kerzen an. Auch in den sozialen Netzwerken im Internet drücken Menschen den Angehörigen ihr Beileid aus. Ob im Internet oder im realen Leben – den Familien, Freunden, Bekannten und Angehörigen der Opfer gilt die aufrichtige Anteilnahme.
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