Probleme beim iPhone 4 führen zu Sammelklage
Die Empfangsprobleme beim iPhone 4 haben möglicherweise ein juristisches Nachspiel für Apple. Im US-Bundesstaat Maryland haben zwei Anwaltskanzleien Klage gegen Apple und AT&T eingereicht.
Die Sammelklage stützen die Anwälte darauf, dass es beim iPhone 4 immer wieder zu Verbindungsabbrüchen käme. In der Klageschrift ist von defekten iPhone 4-Geräten die Rede. Diese machten es unmöglich, das Telefon in normaler Art und Weise zu nutzen. Da Apple allein an den ersten drei Tagen nach Verkaufsstart 1,7 Millionen iPhone 4 verkauft haben soll, gibt es nach Meinung der Anwälte Millionen potenziell Geschädigte. In der Klage fordern die Anwälte Schadenersatz und die Beseitigung der Empfangsprobleme.
Bereits wenige Tage nach dem Verkaufsstart des iPhone 4 hatten Käufer in Foren und Blogs über Empfangsprobleme geklagt. Vor allem Linkshänder kritisierten eine deutliche Verschlechterung der Verbindungsqualität, sobald sie das Gerät in die Hand nehmen.
Die Probleme sind scheinbar der Tatsache geschuldet, dass Apple beim iPhone 4 die Empfangsantennen im seitlichen Rahmen des Gerätes untergebracht hat. Hält man das Gerät auf eine bestimmte Weise in der Hand, werden diese Antennen offensichtlich verdeckt.
Apple selbst reagierte bislang gelassen auf die Probleme und sprach von bauartbedingten Einschränkungen, die auch bei anderen Smartphones üblich seien. In einer Mail an einen verärgerten Kunden soll Apple-Chef Steve Jobs sogar lapidar geraten haben, das iPhone bei Problemen eben nicht so in der Hand zu halten.